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Rethymno, die heimliche Hauptstadt Kretas

Rethymno ist eine Hafenstadt im Norden Kretas. Sie ist nach Heraklion und Chania die drittgrößte Stadt der Insel und bildet als gleichnamige Gemeinde das Zentrum des Regionalbezirks Rethymno. Neben Heraklion ist Rethymno einer der beiden Standorte der Uni Kretas. Hier gibt es ein staatliches Krankenhaus und ein privates Krankenhaus.

 

Rethymno liegt zwischen den beiden anderen größeren Städten Kretas. Das Stadtgebiet von Rethymno erstreckt sich dabei in Ost-West-Ausrichtung 5,5 Kilometer entlang der Nordküste. Das Zentrum und der historische Kern der Stadt liegen auf einer felsigen Halbinsel, die östlich davon gelegene Bucht ermöglichte die Anlage eines Hafens.

 

Von der Küste reicht die geschlossene Bebauung nahe dem Stadtzentrum nur bis zu 1,5 Kilometer nach Süden. Das Gemeindegebiet hingegen reicht bis 13 Kilometer ins Inselinnere. Vom südlichsten Punkt der Stadtgemeinde nahe dem 1310 Meter hohen Berg Kryoneritis zur Südküste Kretas am Koraka-Strand bei Rodakino sind es noch etwa fünf Kilometer.

 

Die schöne Altstadt Rethymnos mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten, netten Geschäften, traditionellen Tavernas und Cafes, bietet eine Abwechslung zum ruhigen Dorfleben. Am 20 km langen Sandstrand mit guter Infrastruktur, werden zahlreiche Wassersportmöglichkeiten angeboten. Hier finden Sie auch gut geführte Tauchbasen. 

Das malerische Prines

Das kleine malerische Dorf Prines mit seinen romantischen Gässchen liegt nur ca. 5 km oberhalb von Rethymnon, der Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur. Nach Chania sind es ca. 65 km, nach Heraklion ca. 80 km.

Wer einen ruhigen und typisch griechischen Urlaubsort sucht, ist hier genau richtig. Es gibt hier einige Ferienhäuser und Ferienwohnungen aber keine Hotels. Es sind einige Tavernen und Geschäfte vorhanden, im nächsten Ort, Atsipopoulo, gibt es mehr davon. Die Geschäfte haben in der Saison meist bis ca. 22.00 Uhr oder 23.00 Uhr geöffnet. Die Nähe zu Rethymnon und dessen langen Stränden machen Prines so attraktiv. 

Der Palmenstrand von Preveli

Der Palmenstrand von Preveli ist ein von Dattelpalmen gesäumter Sandstrand an der Südküste Kretas. Er liegt unweit des Klosters Moni Preveli, dessen Name auf ihn übergegangen ist.

 

Hinter dem Strand bildet der Megalopotamos, ein aus dem Kouroupa-Gebirge kommender Bergbach, den kleinen Teich - oder See von Preveli, der sich bis in die dahinter befindliche Schlucht hineinzieht. Die Kretische Dattelpalme (Phoenix theophrasti) bildet hier einen natürlichen Palmenhain.

Vom 21. zum 22. August 2010 kam es zu einem großen Waldbrand in der Schlucht hinter dem Strand, bei dem der Palmemhain zu großen Teilen niederbrannte. Am 1. April 2011 meldete das griechische Umweltministerium, dass sich der Palmenbestand praktisch komplett erholt habe und alle Palmen ausgeschlagen hätten.

 

Der Palmenstrand von Preveli liegt nur einige Kilometer von Plakias, Lefkogeia entfernt. In Lefkogeia sind die Villa Zeus, Villa Helios, Villa Ifigenia und Villa Asteri sehr zu empfehlen.
 

 

Die Myli Schlucht

Die Myli-Schlucht, (in den reiseführern oft beschrieben unter Schlucht der Mühlen oder der Mühlenweg) ist eine von Süden nach Norden verlaufende Schlucht im Norden Kretas. Sie liegt südöstlich von Rethymnonund hatte seit der Zeit der venezianischen Herrschaft auf Kreta zahlreiche Mühlen. Ihre Reste sind heute ein Dokument vorindustrieller landwirtschaftlicher Arbeitsprozesse. In der Schlucht finden sich zahlreiche, teilweise seltene Pflanzen und Tiere.

 

Die Schlucht liegt etwa 4 Kilometer südöstlich von Rethymno und ist ungefähr 4 km lang. Bedeutende Orte sind Chromonastiri und Myli. Erschlossen ist die Schlucht durch einen Wanderweg entlang des Mühlenbaches, der am Nordhang des 811 Meter hohen Berges Angali entspringt. Am oberen Ausgangspunkt befindet sich eine Taverne.

 

In der Schlucht sind die Reste zahlreicher aufwendig gebauter Gebäude, Brücken und Kanäle für Wassermühlen zu sehen, die im 16. Jahrhundert, zur Zeit der verezianischen Herrschaft auf Kreta, entstanden und teilweise bis in die 1970er Jahre in Betrieb waren. Es waren hauptsächlich Getreidemühlen, die den in der Umgebung angebauten Weizen verarbeiteten. In den 1960er Jahren verließ die Bevölkerung das alte Dorf Kato Myli, um an verkehrsgünstigerer Stelle neu zu siedeln (Neo Myli). Die Schlucht ist bis heute ein kleiner Geheimtipp für kurze Wandertouren. (ca. 1 1/2 Stunden, einfacher Weg)

Das Kloster Arkadi

Fast schon eine Art Heiligtum oder Pilgerstätte. Für die Kreter das wichtigste Bauwerk der Insel - eine ständige Mahnung und Erinnerung an die furchtbare Zeit der Türkenherrschaft und den Heldenmut der Vorfahren.

 

In dem äußerlich unscheinbaren Kloster hat sich eine der grausigsten Tragödien des kretisch/griechischen Freiheitskampfs abgespielt. Am 9. November 1866 begingen hier Hunderte von Männern, Frauen und Kindern gemeinsamen Selbstmord, um nicht den anstürmenden türkischen Truppen in die Hände zu fallen. Obwohl die Nachricht von dem schrecklichen Ereignis die Menschen in aller Welt aufrüttelte, dauerte es noch über 30 Jahre, bis die Insel endlich mit Hilfe der Großmächte vom türkischen Joch befreit wurde.

 

Kloster Arkadi ist das Symbol für den unbedingten Freiheitswillen der Kreter. Der Besuch lohnt sich nicht wegen irgendwelcher spektakulärer Sehenswürdigkeiten, sondern allein aus diesem Bewußtsein heraus.