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Kreta ist die fünftgrößte Insel im Mittelmeer (8.336 Quadratkilometer). Insgesamt leben auf der Insel nur 601.159 Einwohner. Dies entspricht einer durchschnittlichen Bevölkerungsdichte von nur 72 Einwohnern pro Quadratkilometer. Die Insel gilt als südlichster Punkt des europäischen Kontinents und hat mit über 300 Sonnentagen neben Zypern das sonnigste und regenärmste Klima Europas. Die Strände gelten mit ihren zahlreichen ausgezeichneten Blauen Flaggen als die saubersten des Kontinents. Die Lebensqualität zeichnet sich auch durch die geringe Kriminalitätsrate aus. Kreta fasziniert durch die Vielfältigkeit: Mittelmeer und Hochgebirge, touristisch erschlossene Regionen und einsame Bergdörfer. Herrvorragende Küche und Weine erfreuen jeden Gaumen und machen den Aufenthalt zum Vergnügen.
Eine wirkliche Sonneninsel - von Ende April bis Mitte Oktober kann man mit wolkenlosen Himmel rechnen ! Mit 300 Sonnentagen im Jahr ist Kreta neben Zypern die sonnenreichste Insel Griechenlands und des ganzen Mittelmeerraumes. Im Sommer steigt das Thermometer oft bis über 40 Grad, und an der Südküste kann man sich noch im Dezember ins Wasser wagen. Überhaupt ist es dort generell um zwei, drei Grad wärmer als im Norden der Insel.
Erster Eindruck: Ein langgestrecktes Gebirge im Meer, die dunkelbraunen Umrisse weit voraus im Dunst - viel zu kurz erspäht man das markante Profil der Insel, bevor die Maschine über dem tintenblauen Meer niedergeht.
Wie ein mächtiger Riegel liegt Kreta am Südrand der Ägäis. Die Berge sind nirgendwo weit und bilden das eigentliche Herz der Insel. Vier mächtige Gebirgsstöcke beherrschen das Landschaftsbild: in Zentralkreta steigt das gewaltige Ida-Massiv an, von dem es heißt, daß hier der mächtige Göttervater Zeus aufgewachsen sein soll.
Im Westen bilden die Lefka-Ori, die «Weißen Berge», eine imposante Hochgebirgskulisse. Im Osten umgibt der steile Kranz der Dikti-Berge die Hochebene von Lassithi mit ihren weißbetuchten Windmühlen.
Und die Thripti-Berge bestimmen schließlich den schmalen äußersten Osten Kretas.
Nach Norden gleiten die kretischen Berge in hügligen Ausläufern sanft ab und bilden große Küstenebenen, in denen alle wichtigen Städte und die großen Urlaubszentren liegen. Anders im Süden , speziell im Südwesten. Hier enden die Zweitausender in schroffen Abstürzen: Steilküsten mit eingelagerten Sand- und Kiesstränden, winzige Dörfer zwischen hohen Felswänden, in die die Sonne gnadenlos hineinprallt. Manche Orte und Strände sind nur per Boot , über holprige Staubpisten oder zu Fuß zu erreichen. Großartige Landschaftserlebnisse bieten hier Küstenwanderungen und die tiefeingeschnittenen Schluchten, die sich über viele Kilometer durch die steilen Berghänge fressen. Die weltberühmte Samaria-Schlucht, oft als Europas längste Schlucht bezeichnet, ist nur einer der vielen Höhepunkte.
Von Osten nach Westen: Lassithi, Heraklion, Rethymnon und Chania. Die Verwaltungsbezirke werden in Landkreise aufgeteilt. 1. Chania umfaßt die Kreise Kydonia, Apokoronas, Sfakia, Kissamos und Selino. 2. Rethymnon umfaßt Rethymnon, Milopotamos, Amari und Agios Vasilios. 3. Heraklion umfasst die Kreise Malevizi, Temenos, Pediada, Pirgiotisa, Kainourio,Monofatsi und Viannos. 4. Lassithi umfasst Mirabelo, Lassithi, Ierapetra und Sitia.
Westkreta
Der gebirgiste und größte Teil der Insel. Die Lefka-Ori (Weiße Berge) beherrschen das Bild. Ihre nackten Felsgipfel steigen bis fast 2500 m an. Zur Südküste hin sind sie durchbrochen von gewaltigen Einschnitten-die Samaria Schlucht und ihre Nachbarschluchten gehören zu den eindrucksvollsten Phänomen der Insel. Nur wenige Paßstraßen führen heute durch die einsamen Höhen zu den kleinen Orten an der Lybischen See herunter.
Zentralkreta
Das Hinterland von Iraklion ist eine einzige Weinplantage. Die endlose Hügellandschaft bildet das größte zusammenhängende Weinanbaugebiet Griechenlands. Flankiert wird die sonnendurchglühte Region im Westen vom mächtigen Ida-Gebirge. Mit 2456m ist der Timios Stavros der höchste Gipfel der Insel. Beliebtester Anlaufpunkt ist Anoghia -Zentrum der Hochgebirgsweiden für gut hunderttausend Schafe. Bergwanderer laufen weiter auf die Nida-Hochebene und zur berühmten Zeus-Höhle.
Das Dikti-Massiv im östlichen Mittelkreta ist von der Nordküste und von Agios Nikolaos leicht zu erreichen. Die grandiose Fahrt hoch hinauf endet in der völlig flachen und fast kreisrunden Hochebene von Lassithi - hier ist Zeus geboren !
Der Süden ist von der weiten Messara-Ebene geprägt, eine der fruchtbarsten Regionen der Insel. Die legendären Wohnhöhlen von Matala sind eine der vielen Attraktionen der Region.
Ostkreta
Der Osten Kretas ist größtenteils karg, trocken und steinig. Er wird beherrscht durch die grauen Sitia-Berge, die zwar nur knapp 1500m hoch, aber wild und wenig erschlossen sind. Mit Agios Nikolaos hat sich eine quirlige Touristenstadt etabliert, die trotz allem Rummel Atmosphäre vermittelt. Die riesige Mirabellou-Bucht, der legendäre Palmenstrand von Vai und der minoische Palast von Kato Zakros sind weitere Höhepunkte. Bei Ierapetra laden endlose graue Kiesstrände zum Baden ein.
Auf einen Blick
Größe: Kreta ist die größte Insel Griechenlands, nach Sizilien, Sardinien, Zypern und Korsika die fünftgrößte im Mittelmeer - etwa 8300 qm groß, 260 km lang und zwischen 18 und 60 km breit.
Höchste Erhebungen : Höchster Gipfel ist mit 2456 m der Timios Stavros im Ida-Gebirge (Zentralkreta), gefolgt vom ganze 4 m niedrigeren Pachnes in den Lefka Ori (Westkreta).
Ebenen : Die größte Ebene ist mit 140 qkm die Messara Ebene im Süden Zentralkretas. Weitere große Ebenen liegen um Chania und Rethymnon.
Bevölkerung
Verkehr : Kreta hat zwei große Häfen, nämlich Iraklion und die Souda-Bucht (bei Chania), außerdem weitere Häfen in Kastelli, Rethymnon, Agios Nikolaos und Sitia. Es gibt drei Zivilflughäfen - Iraklion, Sternes (auf der Akrotiri-Halbinsel bei Chania) und Sitia. Internationale Maschinen fliegen nur Iraklion und Chania an.
Wirtschaft : Nur etwas mehr als 30% der Bodenfläche sind landwirtschaftlich nutzbar, Trauben und Oliven sind die wichtigsten Exportgüter. Industrie gibt es in kleinem Maίstab nur um Iraklion. Immense Bedeutung kommt dem Tourismus zu, der bereits weite Teile der Insel ökonomisch bestimmt. Im Bezirk Iraklion stehen 53% aller kretischen Gästebetten, in Lassithi 24%, in Rethymnon 12% und im Bezirk Chania ganze 11%.
Verwaltung : Unterteilt ist die Insel in vier Verwaltungsbezirke, sogenannte Nomi: Chania (Hauptstadt Chania), Rethymnon (Hauptstadt Rethymnon), Iraklion (Hauptstadt Iraklion) und Lassithi (Hauptstadt Agios Nikolaos).
Universität : Die "University of Crete" umfaßt sechs Fakultäten in Rethymnon (Sprachen, Philosophie, Soziologie, Psychologie, Pädagogik und Wirtschaftswissenschaften - ca. 3000 Studenten) und vier in Iraklion (Physik, Mathematik, Chemie, Medizin - ca. 5000 Studenten). In Chania befindet sich die Polytechnische Hochschule.
Den echten Marathonlauf können wir Ihnen hier leider nicht bieten. Jedoch umgibt Sie viel Natur mit vielen Wegen, die Sie zum Joggen und Wandern nutzen können.
Pflanzen
Wo sich früher riesige Zypressen- und Zedernwälder ausbreiteten , kommt heute der nackte Karstfels zum Vorschein, gesprenkelt von einem unübersehbaren Meer von silbrig-grünen Olivenbäumen. Dazwischen wuchern Macchia, kniehohe Phrygana und zahllose duftende Kräuter. Meterhohe Agaven, wilde Johannisbrotbäume, üppige Weinhänge und Oleander setzen Kontraste.
Trotz der großen Trockenheit in den Sommermonaten sind heute noch όber 1500 verschiedene Pflanzenarten auf der Insel heimisch. Kreta gehört damit zu den vegetationsreichsten Inseln im Mittelmeer.
Vor allen Ende März/April zeigt sich die Natur von ihrer besten Seite. Die großen Weide- und Karstflächen sind dann reine Blütenmeere. Weißgelbe Margariten, leuchtend roter Klatschmohn und weiße Narzissen bilden riesige Blumenfelder, die sich im Wind bewegen, über allem das vibrierende Summen der emsigen Insekten. Wenn der Winter feucht war, wächst alles doppelt so gut. Kreta im Frühling und Kreta im Sommer - zwei gänzlich verschiedene Gesichter.
Tierwelt
Berühmteste Tiergattung der Insel ist die Kretische Wildziege Ibex oder Agrimi (wiss. Name: capra aegagrus creticus), fälschlicherweise auch Kri-Kri genannt (letzteres war eine kleine Wildziege, die von einem Schäfer großgezogen wurde). Sie war lange vom Aussterben bedroht, und auch heute soll es nur einige hundert davon geben - sie leben in freier Wildbahn hauptsächlich in den unzugänglichen Felshängen um die Samaria-Schlucht. Man bekommt sie kaum zu Gesicht, - nur nachmittags wagen sie sich machmal hinunter. Ihre Jagd ist streng verboten. Eine weitere Gefahr für den Bestand der Rasse soll die Vermischung mit normalen Ziegen sein, die ab und an vorkommt. Ansonsten wird einem höchstens Kleingetier wie Hasen und Kaninchen über den Weg laufen - wenn man von den zahllosen Tieren wie Katzen, Hunden, Schafen und Eseln absieht.
Kretische Musik
Kretische Musik ist wild und ungebändigt. Etwas ganz anderes als die brave Bouzouki-Musik auf dem griechischen Festland ! Die Hauptrolle spielt die Lyra, das traditionelle dreisaitige Streichinstrument aus Maulbeerholz.
Kretische Tänze
Im Tanz drücken die Kreter Gefühle und ihren Seelenzustand aus. Aber nicht nur Freude, sondern auch Trauer, Wut und Schmerz kommen an die Oberfläche.
Kretische Feste
Die Kreter feiern gerne und ausgiebig - irgendwo wird man sicher Gelegenheit haben, eins der zahllosen Feste, meist am Feiertag eines Heiligen oder aus politischem Anlaß mitzuerleben.
Trachten
Die früheren Trachten waren von Dorf zu Dorf verschieden und oft türkisch oder nordafrikanisch geprägt. Heute tragen nur noch die alten Männer im Bergland gelegentlich die wraka, die weiten schwarzen Pumphosen in Schaftstiefeln (stivania) oder Wickelgamaschen, dazu das um den Kopf gewundene Fransentuch, das sariki oder mandili. Die prächtigen kretischen Westen mit ihren komplizierten Stickereien und die breite rote Bauchbinde, in der das bounialo, ein silbernes Messer steckte, sieht man dagegen kaum noch. Die Schafhirten benutzen allerdings nach wie vor oft den sakouli, einen farbenfrohen und handgewebten Rucksack.
Die reichgeschmückten Frauentrachten (sakkos und phousta) sind heute fast völlig verschwunden.
Kirche
Die kretische Kirche ist eine echte Volkskirche und steht in der Tradition der Urchristentums. Kirche, Glauben und Leben haben auf Kreta eine sehr enge Verbindung. Der Gottesdienst ist ein zwangloses Miteinander ohne steife Förmlichkeiten und wirkt auch in Augenblicken höchster Feierlichkeit noch natürlich. Man geht in Kreta gerne in die Kirche, sie ist ein wichtiger Treffpunkt und der Mittelpunkt des dörflichen Lebens.
Die kretisch-orthodoxe Kirche ist direkt dem Patriarch von Istanbul unterstellt.
NEOLITHIKIUM (Jungsteinzeit) 6000 - 2600 v. Chr.
Die Anfänge liegen im Dunkeln - wahrscheinlich sind die ersten Siedler zwischen 6000 und 5000 v.Chr. nach Kreta gekommen. VORPALASTZEIT 2600 - 2000 v.Chr.
ÄLTERE PALASTZEIT 2000 - 1700 v. Chr.
JÜNGERE PALASTZEIT 1700 - 1450 v.Chr.
NACHPALASTZEIT 1400 - 1100 v. Chr.
DORISCHE EPOCHE 1100 - 480 v. Chr.
KLASSISCHE UND HELLENISTISCHE ZEIT 480 - 67 v. Chr.
DIE RÖMER AUF KRETA 67 v. Chr. - 395 n. Chr.
ERSTE BYZANTINISCHE EPOCHE 395 - 826
ARABISCHE EROBERUNG 826 - 961
ZWEITE BYZANTINISCHE EPOCHE 961 - 1204
DIE VENEZIANER 1204 - 1669
DIE TÜRKEN AUF KRETA 1669 - 1898
DAS AUTONOME KRETA 1898 - 1913
VON 1913 - 1941
VOM ZWEITEN WELTKRIEG BIS HEUTE
1951 tritt Griechenland in die NATO ein.
1967 - 1974 Militärdiktatur in Griechenland
1974: Sturz der Militärdiktatur. Neuer Ministerpräsident wird Karamanlis, der den unblutigen Übergang zur Demokratie sichert. Die Monarchie wird abgeschafft. Griechenland wird parlamentarisch-demokratische Republik.
1981: Griechenland wird EG-Mitglied.
1981-1989: Regierung der PASOK Partei mit Andreas Papandreou als Ministerpräsidenten
1990-1993: Die konservative Partei NEA DEMOKRATIA regiert mit ihrem Ministerpräsidenten Kostas Mitsotakis.
1993 - 1996: Erneuter Regierungswechsel - Andreas Papandreou wird erneut Ministerpräsident.
Januar 1996: Simitis Konstantinos wird Nachfolger des kranken Andreas Papandreou. Er regiert vom 22.01.1996 - 10.03.2004.
Januar 2002: Der "Euro" löst die Griechische Drachme als Währungseinheit ab.
2004: Kostas Karamanlis wird am 10.03.2004 Griechischer Ministerpräsident
Im Oktober 2009 löste Giorgos Andrea Papandreou nach einem Wahlsieg Kostas Karamanlis als Ministerpräsident Griechenlands ab und übernahm auch das Außenministerium.
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